Hin und her macht Taschen leer

Man kann sich noch so viel mit der Börse oder mit Aktienkursen und Finanznachrichten beschäftigen …

Wenn man seine Emotionen nicht im Griff hat, dann nützt das alles nichts!

… … …

Ich weiß nicht, von wem dieses Zitat genau stammt – aber es trägt ganz sicher ein Körnchen Wahrheit in sich: Hin und her macht Taschen leer!

Denn zahlreiche Studien scheinen diesen Spruch zu bestätigen.

Ich nehme exemplarisch nur ein Beispiel heraus, welches im Jahr 2014 von der deutschen Vermögensverwaltung Mars Asset Management veröffentlicht wurde.

Dabei fand man heraus, dass Anleger in den Jahren von 1996 bis 2013 durch die Kapitalmarktentwicklung eine Rendite von durchschnittlich 5,3 Prozent jährlich gemacht hätten. Zumindest hätten sie diese durchschnittliche Rendite erzielt, wenn sie 1996 eingestiegen wären und ihre Vermögensgegenstände bis 2013 nicht mehr angerührt hätten …

Tatsächlich erreichten private Anleger in diesem Zeitraum aber nur eine jährliche Rendite von 2,8 Prozent – und dabei sind noch nicht mal Steuern und Gebühren abgezogen worden.

Der Grund für dieses schlechte Abschneiden ist schnell geklärt: Die Emotionen machten den privaten Anlegern einen Strich durch die Rechnung.

Fallen die Märkte, dann gerät man schnell mal in Panik und versucht durch einen Komplettverkauf der Aktien zu retten was noch zu retten ist. Das ist den meisten Anlegern wohl in den Jahren 2000 bis 2002 bzw. vor allem 2008 so gegangen.

Das Tragische daran: Man traut sich dann nicht wieder einsteigen, wenn die Kurse schon sehr tief gesunken sind – obwohl es gerade dann am besten wäre. Schuld sind da sicherlich auch die Medien, die in solchen Phasen besonders negative Beiträge veröffentlichen und den privaten Anleger damit abschrecken.

Dieser wartet in den meisten Fällen noch ein paar Jahre und steigt erst wieder ein, wenn der Aktienmarkt bereits wieder deutlich gestiegen ist – also wiederum zum schlechtesten Zeitpunkt, denn das Gros der Kursanstiege ist dann schon wieder vorüber.

Viele Börsengrößen wie André Kostolany und Warren Buffet hatten also recht: Am besten fährt man wohl mit einer langfristigen Strategie und reichlich Durchhaltevermögen.

PS

Dieser Blogartikel passt ebenfalls sehr gut zum Thema: Aktien sind risikoreich? Das kommt auf den Anlagehorizont an!

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