Was ist eine Rendite?

Die Rendite bezeichnet den Ertrag einer Anlage in Prozent vom eingesetzten Anfangskapital. Habe ich zum Beispiel den Betrag von 10.000 Euro in einen Investmentfonds investiert, dann bedeutet eine Rendite von 10 %, dass sich mein Anteil auf 11.000 Euro gesteigert hat.

… … …

Diese Aussage hat aber einen Schwachpunkt: Unberücksichtigt bleibt bei dieser so genannten kumulierten Rendite die Veranlagungsdauer. Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob diese Rendite in einem Jahr oder aber im Zeitraum von fünf Jahren erwirtschaftet wurde.

In der Praxis drückt man die Rendite daher bezogen auf ein Jahr aus. Wenn man also bei einem Factsheet zu einem Investmentfonds liest, dass dieser die letzten drei Jahre 10 % p.a. erwirtschaftet hat, dann bedeutet dies, dass der Fonds 10 % jährliche Rendite brachte. Unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts ist damit das Vermögen von 10.000 auf 13.310 Euro angestiegen (p.a. steht für „per anno“ bzw. für „per annum“ und ist Lateinisch für „pro Jahr“)

Wichtig ist diese jährliche Rendite auch für den Vergleich von unterschiedlichen Anlageinstrumenten. Zum einen erleichtert es den Vergleich zum Beispiel von Aktienfonds untereinander aber auch den Vergleich von Anleihen mit Aktien über unterschiedliche Zeiträume hinweg.

Unterschiedliche Renditebegriffe


Doch Achtung: Nicht immer meint jeder unter Rendite dasselbe:

Meist ist von der Bruttorendite die Rede. Wenn man auf Internetportalen wie fondsweb.de die Renditen unterschiedlicher Investmentfonds miteinander vergleicht, dann wird immer die Bruttorendite ausgewiesen. Effektiv übrigbleiben tut für den einzelnen Investor allerdings weniger.

Doch kein Anbieter für Informationen zu Investmentfonds wird wissen, wie hoch deine Kaufspesen und deine Depotgebühren sind. Und deine steuerliche Situation kennen sie auch nicht. (Und nur so nebenbei: Die Sparbuchverzinsung ist ja auch brutto. Nur durch Angabe der Bruttorendite lassen sich die Veranlagungsformen also miteinander vergleichen.)

Was dir unterm Strich dann wirklich übrigbleibt, ist die Nettorendite. Da wurden alle Kosten und Steuern bereits abgezogen. Da diese von deiner individuellen Situation abhängt, schwankt sie von Anleger zu Anleger.

Zu berücksichtigen ist ferner, dass es sich sowohl bei der Brutto- als auch bei der Nettorendite um eine Nominalrendite handelt – die Inflation wurde also nicht berücksichtigt. Ziehst du davon noch die für diesen Zeitraum gültige Inflation ab, dann erhältst du die Realrendite – also das, was du kaufkraftbereinigt wirklich verdient hast. (Übrigens ein Grund, warum du bei ausschließlicher Veranlagung am Sparbuch Jahr für Jahr ärmer wirst.)

 

Synonyme von Rendite: Wertzuwachs, Performance, Ertrag

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.